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Lost Places Graubünden: verlassene Orte mit Karte

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Von Charly Lepesant

Lost Places Graubünden: verlassene Orte mit Karte

Graubünden ist der grösste und gebirgigste Kanton der Schweiz, und seine verlassenen Orte liegen oft hoch und abgelegen: aufgegebene Kurhäuser, Burgruinen und entvölkerte Weiler in den Seitentälern. In unserer Datenbank sind über 200 Bündner Spots geolokalisiert.

Dieser Artikel gehört zu unserem Dossier über die Lost Places der Schweiz. Die Begriffe Lost Places Graubünden, verlassene Orte Graubünden und urbex Graubünden meinen dasselbe. Unter jedem Spot liegt ein Knopf Zur Karte hinzufügen, der die Koordinaten gratis in dein Profil legt.

Das Wichtigste in Kürze: Graubünden zählt über 200 geolokalisierte Lost Places. Dieser Artikel stellt 4 datierte Orte vor, von der Trinkhalle über das Geisterhotel bis zur Burgruine. GPS gratis unter jedem Spot.

1. Büvetta Tarasp: die letzte Trinkhalle des Engadins

Büvetta Tarasp bei Scuol im Engadin, verlassene Trinkhalle des Kurbetriebs

Foto: Archipat, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Die Büvetta Tarasp ist eine verlassene Trinkhalle aus der Glanzzeit des Schweizer Bäderwesens, in Tarasp bei Scuol im Unterengadin. Zwischen 1874 und 1876 baute der Architekt Bernhard Simon einen achteckigen Rundbau, der drei Mineralquellen überdachte. Mit dem Ende des Kurbetriebs Ende der 1970er Jahre schloss die Büvetta, seit 2006 ist sie wegen Steinschlaggefahr gesperrt. Sie ist die letzte erhaltene Trinkhalle dieser Art in der Schweiz und steht als Kulturdenkmal der Kategorie A unter Schutz; die Bevölkerung von Scuol hat einen Kredit von 3,7 Millionen Franken für eine Restaurierung bewilligt.

Entdecke alle verlassenen Orte in Graubünden auf der Urbex-Karte.

Büvetta Tarasp, Scuol
Büvetta Tarasp, Scuol

46.788750, 10.278930

2. Waldhaus Tenigerbad: das Geisterhotel im Val Sumvitg

Waldhaus Tenigerbad im Val Sumvitg, verlassenes Kurhotel der Surselva

Foto: Adrian Michael, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Das Waldhaus Tenigerbad ist ein verlassenes Kurhotel im Val Sumvitg, in der Gemeinde Sumvitg in der Surselva. Die Heilquelle wurde erstmals 1580 erwähnt; das grosse Hotelgebäude, über 80 Meter lang mit Mineralbädern auf jeder Etage, wurde 1908 eröffnet. Nach einer kurzen letzten Betriebsphase steht das Haus seit dem Frühjahr 1977 leer, mit verrosteter Terrasse und morschen Böden, und gilt als eines der bekanntesten Geisterhotels der Schweiz. 2023 wurde es von einem Investor gekauft; bisher wurde nichts realisiert, der Bau bleibt eine Ruine.

Entdecke alle verlassenen Orte in Graubünden auf der Urbex-Karte.

Waldhaus Tenigerbad, Sumvitg
Waldhaus Tenigerbad, Sumvitg

46.690000, 8.957070

3. Sogn Parcazi: Burg und Kirche seit 1470 in Ruinen

Sogn Parcazi bei Trin, Ruine von Burg und Kirche

Foto: Adrian Michael, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Sogn Parcazi ist eine Burg- und Kirchenruine über Trin, am Eingang zur Surselva. Der Ort ist sehr alt, mit einer möglicherweise ins 8. Jahrhundert zurückreichenden Kirche. Am 2. Juli 1470 zerstörte ein Brand die Anlage, bei dem mehrere Menschen starben; sie wurde nie wieder aufgebaut und ist seither eine Ruine. Heute stehen die Mauern von Kirche und Burg als geschütztes Kulturgut von nationaler Bedeutung frei in der Landschaft.

Entdecke alle verlassenen Orte in Graubünden auf der Urbex-Karte.

Sogn Parcazi, Trin
Sogn Parcazi, Trin

46.829340, 9.350680

4. Falein: das verlassene Heidi-Maiensäss

Falein ist ein weitgehend verlassenes Maiensäss über Filisur, in der Gemeinde Bergün Filisur im Val d'Albula. Die verstreuten Hütten, darunter die «Alpöhi-Hütte», dienten 1952 und 1954 als Drehort der Heidi-Filme. Im Herbst 2014 kamen bei Bauarbeiten zwei rund 1.200 Jahre alte Teilschädel mit Spuren eines gewaltsamen Todes zum Vorschein, ein bis heute ungelöstes archäologisches Rätsel. Der Weiler ist nicht als Museum hergerichtet und nur zu Fuss als Wanderziel erreichbar.

Entdecke alle verlassenen Orte in Graubünden auf der Urbex-Karte.

Weitere Lost Places im Kanton Graubünden

Neben diesen vier Orten verzeichnet unsere Karte zahlreiche weitere frei zugängliche Bündner Spots in den Seitentälern. Direkt zur eigenen Karte hinzufügen:

Cuolm Selvadi, Duvin
Cuolm Selvadi, Duvin

46.715230, 9.230960

Lost Places in Graubünden im Überblick

OrtTypGebautStatus 2026
Büvetta TaraspTrinkhalle1874-1876gesperrt, Restaurierung geplant
Waldhaus TenigerbadKurhotel1908verlassen seit 1977
Sogn ParcaziBurg und KircheMittelalterRuine seit 1470
FaleinMaiensäss-Weiler-entvölkert

FAQ - Lost Places Graubünden

Was ist der bekannteste verlassene Ort in Graubünden?

Die Büvetta Tarasp bei Scuol, die letzte erhaltene Trinkhalle des Schweizer Bäderwesens, und das Geisterhotel Waldhaus Tenigerbad im Val Sumvitg gehören zu den bekanntesten. Dazu kommen Burgruinen wie Sogn Parcazi und entvölkerte Weiler wie Falein.

Wann ist die beste Zeit für Urbex in Graubünden?

Der Sommer ist ideal, weil viele Bündner Standorte hoch liegen und im Winter unter Schnee verschwinden oder über gesperrte Passstrassen erreichbar wären. Frühling und Herbst bieten das beste Fotolicht.

Ist Urbex in Graubünden legal?

Das Betrachten von aussen ist erlaubt; das Betreten gesperrter oder eingezäunter Gebäude wie der Büvetta Tarasp ist es nicht. Offene Ruinen wie Sogn Parcazi sind meist frei zugänglich. Hausfriedensbruch nach Artikel 186 StGB wird verfolgt.

Wo finde ich die Koordinaten der Bündner Spots?

Unter jedem Spot in diesem Artikel liegt ein Gratis-Knopf. Die vollständige Bündner Karte zeigt alle verzeichneten Standorte.

Fazit

Graubünden ist der Kanton der hochgelegenen, stillen Lost Places, von der eleganten Büvetta Tarasp über das Geisterhotel Tenigerbad bis zu den Ruinen von Sogn Parcazi. Mehr Standorte findest du auf der Bündner Urbex-Karte und im Dossier zu den Lost Places der Schweiz. Immer mit Respekt vor Ort und Natur.

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