Die bekanntesten Lost Places in Österreich sind das Sanatorium Wienerwald (Niederösterreich), die Forst-Villa im Wiener Dehnepark, das Grand Hotel Hochfinstermünz in Tirol, das 1938 geräumte Geisterdorf Döllersheim und die seit 2012 verlassene Lungenheilstätte am Hirschenstein im Burgenland. Dieser Überblick listet 10 echte verlassene Orte – möglichst einen pro Bundesland – mit Typ, datierter Geschichte und gratis GPS-Koordinaten (Stand Juni 2026). Alle über 2 100 Lost Places auf der interaktiven Urbex-Karte Österreich ansehen →
Österreich gilt als ordentlich, alpin und gepflegt, doch zwischen Bodensee und Neusiedler See steht eine erstaunliche Zahl verlassener Orte: ein Lungensanatorium, in dem Franz Kafka seine letzten Wochen verbrachte und das später zum einzigen reinen Geburts-Lebensborn der Nazis wurde, eine neogotische Ruinenvilla mitten im Wienerwald, ein ganzes Dorf, das 1938 für einen Truppenübungsplatz geräumt wurde, und ein Luxushotel in Tirol, das langsam von den Bergen zurückgeholt wird. Vom Sanatorium Wienerwald bei Pernitz bis zum Geisterdorf Döllersheim im Waldviertel zieht sich eine echte Geographie des Verfalls quer durch alle neun Bundesländer.
Das Wichtigste in Kürze: Dieser Pillar listet die 10 sehenswertesten Lost Places Österreichs, möglichst einen pro Bundesland, geordnet nach visueller Wucht und historischem Gewicht. Jeder Ort ist real, datiert und mit Quellen belegt. Unter jedem Eintrag findest du einen gratis Spot aus unserer Karte: ein Klick auf Zu meiner Karte hinzufügen legt die GPS-Koordinaten in deinem Profil ab, ohne Kreditkarte und ohne Abo. Unsere Karte verzeichnet über 2 100 geolokalisierte Lost Places in Österreich (Stand Juni 2026), vom Waldviertel bis nach Vorarlberg.
Die Begriffe Lost Places Österreich, verlassene Orte Österreich, Urbex Österreich und Lost Places Karte meinen alle dasselbe: Gebäude, die niemand mehr nutzt und die sich die Natur langsam zurückholt. Genau diese Karte liefern wir.
Die interaktive Karte aller verlassenen Orte Österreichs ansehen
Wer den österreichischen Bestand mit dem Rest des deutschsprachigen Raums vergleichen will, findet bei uns auch Dossiers zu den Lost Places der Schweiz und zu weiteren Ländern auf unserer weltweiten Urbex-Karte.
Urbex Österreich gratis: warum Urbex Maps den Unterschied macht
Die meisten Lost-Places-Listen im Netz versprechen im Titel Gratis-Koordinaten und verlinken dann auf ein Forum, eine Facebook-Gruppe oder einen Bezahlbereich um 50 Euro. Wir machen es anders. Unter jedem der zehn Orte steht ein echter Spot aus unserer Datenbank, mit einem Button, der die Koordinaten gratis in deinem Profil ablegt. Kein Abo, keine Kreditkarte, keine versteckte Bedingung.
Hinter diesem Versprechen steht ein Prüfmodell. Eine Community von über 40 000 Explorern trägt seit 2021 Orte zusammen, und jede Koordinate wird mindestens zweimal kontrolliert: einmal von der Person, die den Spot meldet, einmal von einer regionalen Moderation, die bestätigt, dass der Ort noch existiert. Die zehn hier verschenkten Spots stammen aus diesem Katalog. Der Rest, weit über 2 000 weitere österreichische Orte, ist über thematische Packs zugänglich, die die Moderation finanzieren.
Diese Liste ist nach visueller Wucht und historischem Gewicht geordnet. Wir eröffnen mit dem Sanatorium Wienerwald, der wohl meistfotografierten Ruine Österreichs, und schließen mit der ehemaligen Lungenheilstätte am Hirschenstein bei Rechnitz im Burgenland. Jeder Ort verweist auf die passende Regionalkarte des jeweiligen Bundeslandes.
Warum manche berühmte "Lost Places" hier fehlen
Wer verlassene Orte Österreich googelt, stößt schnell auf Namen, die kein echter Lost Place mehr sind. Das Kernkraftwerk Zwentendorf in Niederösterreich wurde nach der Volksabstimmung von 1978 (50,47 Prozent Nein) nie in Betrieb genommen, ist aber seit 2005 im Besitz der EVN, beherbergt ein Sicherheits-Trainingszentrum und ein Photovoltaik-Forschungszentrum der TU Wien und wird für Führungen und Events vermietet, also alles andere als verlassen. Das Südbahnhotel am Semmering stand zwar jahrzehntelang leer, wurde aber Anfang 2022 von einer Privatstiftung gekauft, läuft seit Sommer 2022 als bespieltes Kultur- und Veranstaltungshaus und steuert auf eine Wiedereröffnung als Grandhotel zu. Und die Bunkeranlage am Wurzenpass in Kärnten ist seit 2005 ein öffentliches Bunkermuseum mit Öffnungszeiten und Eintritt, kein frei zugänglicher Urbex-Ort.
Wir nehmen solche Orte bewusst heraus. Ein Lost Place gehört nur dann in diese Liste, wenn er 2026 wirklich verlassen, noch vorhanden und nicht museal überformt ist. Das unterscheidet uns von den abgeschriebenen Listicles, die seit Jahren dieselben überholten Namen weiterreichen.
Die verlassenen Orte Österreichs im Überblick
| Nr | Ort | Bundesland | Typ | Status 2026 |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Sanatorium Wienerwald | Niederösterreich | Lungensanatorium | verlassen seit 2002, Betretungsverbot |
| 2 | Forst-Villa, Dehnepark | Wien | Ruinenvilla | leerstehend, denkmalgeschützt, eingezäunt |
| 3 | Grand Hotel Hochfinstermünz | Tirol | Berghotel | Ruine, Teilabriss geplant |
| 4 | Badlwandgalerie | Steiermark | Eisenbahngalerie | teilverfallen, Kletterverbot |
| 5 | Döllersheim | Niederösterreich | Geisterdorf | geräumt 1938, Sperrgebiet |
| 6 | Schloss Wanghausen | Oberösterreich | Schlossruine | Ruine |
| 7 | Ruine Thürndl | Salzburg | Burgruine | Ruine |
| 8 | Kraiger Schlösser | Kärnten | Burgengruppe | Ruinen |
| 9 | Burgruine Jagdberg | Vorarlberg | Burgruine | Ruine |
| 10 | Lungenheilstätte Hirschenstein (Rechnitz) | Burgenland | Lungenheilstätte | verlassen seit 2012 |
1. Niederösterreich: das Sanatorium Wienerwald, die meistfotografierte Ruine Österreichs

Über dem Ort Feichtenbach bei Pernitz steht der wuchtigste Gebäudekomplex dieser Liste. Das Sanatorium Wienerwald wurde 1903/04 von den Ärzten Hugo Kraus und Arthur Baer als modernes Lungen- und Tuberkulosesanatorium eröffnet, eine Architektur aus langen Liegehallen und Höhensonne, wie sie die Heilkunde der Jahrhundertwende verlangte. Im Ersten Weltkrieg diente es als Heilstätte für Soldaten. Franz Kafka verbrachte hier im April 1924 einen Teil seiner letzten Wochen, bevor er in Kierling starb.
Ab 1938 betrieben die Nationalsozialisten im Haus das einzige reine Geburts-Lebensborn-Heim auf österreichischem Boden, ein dunkles Kapitel, das den Ort bis heute prägt. Nach dem Krieg lief der Komplex als Hotel und Reha-Einrichtung weiter, bis er 2002 endgültig schloss. Seither verfällt das Gebäude, beschleunigt durch Vandalismus. Abgerissen wurde nichts, die Mauern stehen. Seit Januar 2020 gilt ein behördliches Betretungsverbot mit Kameras und Bewegungsmeldern: Fotografieren von außen ist möglich, das Betreten ist untersagt und gefährlich.
Niederösterreich ist mit Abstand das urbexreichste Bundesland Österreichs. Auf unserer Regionalkarte Niederösterreich sind mehrere hundert Spots verzeichnet.
2. Wien: die Forst-Villa im Dehnepark, eine Ruine mitten im Wald

Dass Wien einen echten Lost Place mitten im Grünen hat, wissen selbst viele Wiener nicht. Im Dehnepark in Penzing, dem 14. Bezirk, steht eine neogotische Ruinenvilla aus dem späten 18. Jahrhundert, das einzige erhaltene Gartengebäude einer früheren Anlage. Bekannt wurde sie durch den Filmregisseur Willi Forst, der das Anwesen ausbauen ließe und ihm seinen Beinamen gab.
Die Stadt Wien kaufte das Gelände 1969 von Forst und öffnete den umgebenden Park 1973 für die Öffentlichkeit. Die Villa selbst, vom Forstamt (MA 49) verwaltet und denkmalgeschützt, blieb leer und verfällt seit Jahrzehnten, ein Trakt wurde abgetragen oder ist von selbst eingestürzt. Ein massiver Bauzaun und das Schild Betreten der Baustelle verboten sollen Unfälle verhindern. Pläne für Museum oder Waldschule verliefen im Sand: das aktuelle Konzept von MA 49 und Bundesdenkmalamt will die Villa bewusst als Ruine erhalten. Vom angrenzenden Stadtwanderweg ist sie gut zu sehen.
Weitere verlassene Ecken der Hauptstadt findest du auf unserer Urbex-Karte Wien.
3. Tirol: das Grand Hotel Hochfinstermünz, verfallener Luxus über dem Inn

Hoch über dem oberen Inntal, bei Nauders im Bezirk Landeck, steht die Ruine eines einstigen Spitzenhotels. Das Grand Hotel Hochfinstermünz war von den 1920er bis in die 1950er Jahre eine Tiroler Luxusadresse mit rund 60 Betten und Schwimmbad und diente als Kulisse für Bergfilme der Ära. Nach dem Krieg verlor das Haus seine Gäste, der Verfall setzte ein, und 2008 verließ die letzte Bewohnerin das Gebäude.
Seither ist es eine Ruine, immer wieder Ziel von Vandalismus, weshalb der Eigentümer den Zugang gesichert hat. Achtung, zeitkritisch: Es gibt konkrete Pläne, etwa die Hälfte des Gebäudes abzutragen (Aushubdeponie und ein umstrittener Schrägaufzug zur Festung Altfinstermünz). Bis dahin steht die Ruine, aber sie könnte in den nächsten Jahren ihren Status als Lost Place verlieren.
Tirol mit seinen Bergregionen ist gut auf unserer Regionalkarte Tirol abgebildet.
4. Steiermark: die Badlwandgalerie, eine Eisenbahnruine von 1844

Im mittleren Murtal zwischen Peggau und Frohnleiten, rund 30 Kilometer nördlich von Graz, liegt die Badlwandgalerie, eine historische Steinschlaggalerie der Österreichischen Südbahn. Sie wurde am 21. Oktober 1844 eröffnet und schützte die Bahnlinie unterhalb der steilen Badlwand vor Felssturz. Seit 1978 ist sie für den Verkehr gesperrt.
Heute sind die Gewölbe weitgehend eingestürzt, die äußeren Steinarkaden und Portale stehen aber noch und ergeben ein eindrucksvolles, stark verwittertes Bauwerk. Wegen akuter Einsturzgefahr besteht ein Kletterverbot, das von Kletterern dennoch inoffiziell ignoriert wird. Genau genommen ist es eine Galerie, kein Tunnel, aber visuell eine der stärksten Industrieruinen der Steiermark.
Die Steiermark ist nach Niederösterreich das zweitreichste Urbex-Bundesland, siehe unsere Regionalkarte Steiermark.
5. Niederösterreich: Döllersheim, das Geisterdorf im Truppenübungsplatz

Im Waldviertel, rund 110 Kilometer nordwestlich von Wien im Bezirk Zwettl, liegt eine der eindrücklichsten Wüstungen Österreichs. Döllersheim war ein lebendiges Dorf, bis 1938 auf Befehl die Räumung begann: Bis zum 31. Oktober 1941 wurden alle rund 2 000 Einwohner zwangsumgesiedelt, um den Truppenübungsplatz zu schaffen, der heute als Truppenübungsplatz Allentsteig mit rund 157 Quadratkilometern der größte Österreichs ist. Insgesamt verloren mehrere tausend Menschen aus über 40 Ortschaften ihre Heimat.
Erhalten sind die Ruine der romanischen Kirche der Heiligen Peter und Paul sowie der Friedhof. Pikant: In der Pfarre Döllersheim wurde der Vater Adolf Hitlers getauft, was die Räumung in der Erinnerung bis heute mit Spekulationen umrankt, auch wenn der militärische Zweck die offizielle Begründung war. Das Gelände bleibt ein aktives Sperrgebiet des Bundesheers; seit 1981 sind Dorfplatz, Kirchenruine und Friedhof zugänglich, allerdings nur, wenn keine Übungen laufen und die Zufahrt geöffnet ist.
6. Oberösterreich: Schloss Wanghausen, die Ruine an der Salzach

Im Innviertel, nahe der Salzach und der bayrischen Grenze gegenüber von Burghausen, liegt die Ruine von Schloss Wanghausen. Der im 12. Jahrhundert errichtete Adelssitz wurde 1280 im Versepos Meier Helmbrecht erstmals als „Wanchusen" urkundlich erwähnt; heute ist er eine verfallene Schlossanlage, deren Mauern zwischen Bäumen und Hängen verschwinden, ein klassischer Lost Place fernab der Touristenpfade.
Oberösterreich bietet abseits der bekannten Seen eine ganze Reihe verlassener Höfe, Industriebauten und Adelssitze, gesammelt auf unserer Regionalkarte Oberösterreich.
7. Salzburg: die Ruine Thürndl bei Hallein

Südlich der Stadt Salzburg, bei Hallein im Tennengau, liegt die Ruine Thürndl, der verfallene Rest eines historischen Sitzes über dem Salzachtal. Der Turm war wahrscheinlich Teil der Halleiner Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert; auf einer Karte von 1628 ist die Anlage noch dargestellt, danach verfiel sie, und 1879 ging der Turm in den Besitz der Stadtgemeinde Hallein über. Vom einstigen Bau sind nur noch Mauerzüge geblieben, die langsam vom Wald überwachsen werden, ein stiller Lost Place in einer Region, die man sonst für Postkartenidylle kennt.
Mehr verlassene Orte zwischen Tennengau, Pinzgau und Lungau zeigt unsere Regionalkarte Salzburg.
8. Kärnten: die Kraiger Schlösser

Im Kärntner Zentralraum, nördlich des Längsees, thront die markante Ruinengruppe der Kraiger Schlösser, eine der größten mittelalterlichen Burgenanlagen des Landes, erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Mehrere Bauteile auf einem Bergrücken bilden zusammen eine ausgedehnte Ruinenlandschaft aus Mauern, Türmen und Toren, die weithin sichtbar über die umliegenden Hügel ragt.
Kärnten verbindet Seen, Berge und eine bewegte Grenzgeschichte, was sich in seinen Lost Places spiegelt, siehe unsere Regionalkarte Kärnten.
9. Vorarlberg: die Burgruine Jagdberg bei Schlins

Im Walgau, bei Schlins, liegt auf einem Hügel die Burgruine Jagdberg, einst Sitz und Gerichtsort einer ganzen Herrschaft. Die vermutlich im 12. Jahrhundert erbaute Burg wurde am 28. September 1405 im Appenzellerkrieg zerstört, ab 1408 wieder aufgebaut und 1499 im Engadinerkrieg erneut niedergebrannt. Erhalten sind Mauerreste über dem Tal, eingebettet in Wald, der Vorarlberger Beitrag zu einer Geographie der Ruinen, die im westlichsten Bundesland deutlich seltener ist als im Osten Österreichs.
Vorarlberg hat weniger, aber feine Lost Places, gesammelt auf unserer Regionalkarte Vorarlberg.
10. Burgenland: die ehemalige Lungenheilstätte am Hirschenstein (Rechnitz)

Zum Abschluss der schwerste und stillste Ort dieser Liste. Hoch über Rechnitz im südlichen Burgenland steht die ehemalige Lungenheilstätte am Hirschenstein: 1949 bis 1955 als Tuberkulose-Sanatorium errichtet, ab 1986 als Landespflegeheim genutzt und seit 2012 verlassen. Ihre leeren Gänge und Zimmer tragen eine bedrückende Atmosphäre; das Gelände wird heute videoüberwacht. Verlassene Heil- und Pflegeanstalten gehören zu den eindrücklichsten Lost Places Österreichs.
Das Burgenland ist flächenmäßig klein, aber reich an Geschichte zwischen Pannonien und Eisernem Vorhang, siehe unsere Regionalkarte Burgenland.
FAQ - Urbex Österreich
Was sind die bekanntesten Lost Places in Österreich?
Zu den bekanntesten verlassenen Orten Österreichs zählen das Sanatorium Wienerwald in Niederösterreich, die Forst-Villa im Dehnepark in Wien, das Grand Hotel Hochfinstermünz in Tirol und das Geisterdorf Döllersheim. Alle zehn Orte dieser Liste stehen 2026 noch und sind auf unserer Urbex-Karte Österreich verzeichnet.
Ist Urbex in Österreich legal?
Von außen schauen und fotografieren ist erlaubt. Der Straftatbestand Hausfriedensbruch nach Paragraf 109 StGB greift nur, wenn man sich den Eintritt mit Gewalt oder Drohung erzwingt, einfaches unbefugtes Betreten ohne Gewalt ist danach nicht strafbar. Dennoch drohen zivilrechtliche Folgen (Besitzstörung), und viele Orte haben eigene Betretungsverbote oder liegen in militärischen Sperrgebieten. Wir raten ausdrücklich davon ab, Zäune zu überwinden oder Absperrungen zu missachten.
Sind verlassene Orte in Österreich gefährlich?
Ja. Einsturzgefährdete Decken, morsche Böden, Asbest in alten Sanatorien, offene Schächte und Steinschlag sind reale Risiken. Der gefährlichste Ort dieser Liste, die Badlwandgalerie, hat ein Kletterverbot wegen akuter Einsturzgefahr, und das Sanatorium Wienerwald ist behördlich gesperrt. Festes Schuhwerk, Taschenlampe und im Zweifel eine Atemmaske gehören zur Grundausstattung.
Wo finde ich gratis GPS-Koordinaten von Lost Places?
Urbex Maps stellt zu jedem der zehn Orte in diesem Guide einen gratis Spot mit einem Button Zu meiner Karte hinzufügen bereit, der die Koordinaten ohne Kreditkarte in deinem Profil ablegt. Die komplette Karte der verlassenen Orte Österreichs verzeichnet über 2 100 geolokalisierte Spots.
Welches Bundesland hat die meisten Lost Places?
In unserer Datenbank führt Niederösterreich deutlich, gefolgt von der Steiermark, Tirol, Oberösterreich und Kärnten. Insgesamt sind über 2 100 österreichische Lost Places erfasst, verteilt auf alle neun Bundesländer.
Wann ist die beste Zeit für Urbex in Österreich?
In den Alpen ist der Sommer ideal, weil viele Höhenlagen wie Hochfinstermünz im Winter unter Schnee liegen und Passstraßen gesperrt sind. Im Flach- und Hügelland sowie im Osten ist Urbex ganzjährig möglich, Frühling und Herbst bieten das schönste Licht für die Fotografie.
Warum fehlen Zwentendorf oder das Südbahnhotel in dieser Liste?
Weil sie keine echten Lost Places mehr sind. Das Kernkraftwerk Zwentendorf wird für Führungen und Events genutzt, das Südbahnhotel am Semmering ist seit 2022 ein bespieltes Kulturhaus auf dem Weg zur Wiedereröffnung, und die Bunkeranlage am Wurzenpass ist ein Museum. Wir listen nur Orte, die 2026 wirklich verlassen sind.
Wie kann ich zur Karte beitragen?
Wenn du einen verlassenen Ort kennst, kannst du ihn über unsere Plattform melden. Jede Koordinate wird von der Community und einer regionalen Moderation geprüft, bevor sie auf der Karte erscheint. So bleibt der Katalog aktuell und verlässlich.
Wo verbrachte Franz Kafka seine letzten Wochen?
Franz Kafka verbrachte im April 1924 einen Teil seiner letzten Wochen im Sanatorium Wienerwald bei Pernitz in Niederösterreich, bevor er am 3. Juni 1924 im Sanatorium Kierling starb.
Warum wurde Döllersheim geräumt?
Döllersheim wurde ab 1938 für die Errichtung eines NS-Truppenübungsplatzes geräumt. Die rund 2 000 Einwohner des Dorfes und mehrere tausend Menschen aus über 40 Ortschaften mussten ihre Heimat verlassen. Das Areal ist heute als Truppenübungsplatz Allentsteig mit rund 157 km² der größte Österreichs und bleibt militärisches Sperrgebiet.
Welches ist der größte Lost Place in Österreich?
Flächenmäßig ist das geräumte Gebiet rund um Döllersheim (heute Truppenübungsplatz Allentsteig, rund 157 km²) der größte verlassene Ort Österreichs. Der wuchtigste einzelne Gebäudekomplex dieser Liste ist das Sanatorium Wienerwald in Niederösterreich.
Fazit: ein Land, das seine Ruinen versteckt
Österreichs verlassene Orte erzählen die Geschichte des 20. Jahrhunderts in Stein: die Heilkunde der Tuberkulose-Ära in den Sanatorien, die Brüche der NS-Zeit in Döllersheim und im Lebensborn-Heim, den Niedergang des alpinen Grandhotel-Tourismus in Hochfinstermünz und die mittelalterlichen Herrschaften in den Burgruinen von Kärnten bis Vorarlberg. Vieles davon liegt in Sperrgebieten oder unter Betretungsverbot, denn verlassen heißt nicht herrenlos.
Wer respektvoll und verantwortungsbewusst erkundet, von außen dokumentiert und keine Absperrung überwindet, hält diese Orte und ihre Geschichten am Leben. Den gesamten Bestand findest du auf unserer Urbex-Karte Österreich mit über 2 100 verlassenen Orten.
