Меню
Blog

Veröffentlicht am

Lost Places Frankfurt: 6 verlassene Orte (2026)

Lost Places Frankfurt: 6 verlassene Orte (2026)

Lost Places in Frankfurt erzählen die Geschichte einer Stadt, die jahrzehntelang Garnison der US-Armee war, im Krieg zerstört und wieder aufgebaut wurde und deren Industrie und Verwaltung immer wieder Gebäude zurückließen. Zwischen dem verbotenen Hangar des Fliegerhorsts Eschborn, dem leerstehenden Alten Polizeipräsidium und der zerfallenden Phrix-Cellulosefabrik am Main sind Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet eines der dichtesten Urbex-Reviere Hessens. Unsere Karte listet tausende geolokalisierte Spots in Hessen und ganz Deutschland.

Für diesen Guide haben wir 6 Orte ausgewählt, die wirklich verlassen und 2026 noch erhalten sind, jeder einzeln geprüft: ein NS- und US-Militärflugplatz mit denkmalgeschütztem Hangar, das seit 2002 leerstehende Präsidium, ein jüdisches Sanatorium über Bad Homburg, eine Ziegelei-Ruine in Wiesbaden, ein Bahnbetriebswerk im Gleisfeld des Hauptbahnhofs und eine Industriedenkmal-Fabrik am Mainufer. Keine abgerissenen Wahrzeichen, die als Spots verkauft werden, keine längst sanierten Museen. Unter jedem Eintrag legt ein Knopf „Zur Karte hinzufügen" die GPS-Koordinaten gratis und ohne Kreditkarte in dein persönliches Profil.

Die Suchanfragen Lost Places Frankfurt, verlassene Orte Frankfurt, Urbex Frankfurt, verlassene Orte Rhein-Main und verfallene Gebäude Frankfurt führen alle zur selben Realität: ein militärisches, industrielles und behördliches Erbe, das durch den Abzug der US-Truppen bis 1994, das Ende ganzer Industriezweige und den Strukturwandel zur Seite gestellt wurde und das Fotografen, Urbexer und Historiker heute wiederentdecken. Dieser Guide liefert für jeden Ort die datierte Geschichte, den rechtlichen Status und die realen Gefahren, bevor er die Koordinaten herausgibt.

Lost Places Frankfurt gratis: warum Urbex Maps den Unterschied macht

Vor den Spots ein Wort dazu, was diesen Guide anders macht. Die meisten Seiten über Lost Places in Frankfurt schreiben „gratis" in den Titel und schicken dich dann in eine geschlossene Facebook-Gruppe, ein Forum oder hinter eine Bezahlschranke. Hier ist das Versprechen konkret: Unter jedem Ort legt ein Knopf „Zur Karte hinzufügen" die GPS-Koordinaten in dein persönliches Profil, ohne Abo und ohne Kreditkarte.

Hinter der Karte steht eine Community von über 40.000 Explorern, aktiv seit 2021. Jede Koordinate wird mindestens zweimal geprüft, vom Beitragenden, der sie einreicht, und von einem regionalen Moderator, der bestätigt, dass der Spot noch existiert und nicht zugemauert oder abgerissen wurde. Die in diesem Artikel angebotenen Orte sind Teil dieses Katalogs; die übrigen tausenden deutschen und Rhein-Main-Spots werden über Pakete freigeschaltet, die Moderation und Vor-Ort-Prüfung finanzieren.

Eine Erinnerung, bevor du losziehst: Urban Exploration ist an sich nicht verboten, aber das Betreten von Privatgrund ohne Erlaubnis ist Hausfriedensbruch (§ 123 StGB), und mehrere der unten genannten Orte sind eingezäunt, bewacht und mit akuter Einsturz- oder Munitionsgefahr behaftet. Wir dokumentieren diese Orte für ihre Geschichte; wir raten ausdrücklich vom Eindringen ab. Helm, Stirnlampe, festes Schuhwerk und Vorsicht auf den Böden: Hier drohen einsturzgefährdete Decken, Asbest und im Fall von Eschborn sogar Kampfmittelreste im Boden.


1. Fliegerhorst Eschborn - der verbotene Militärflugplatz (Eschborn)

Verfallene Unterkünfte und Hangar des ehemaligen Fliegerhorsts Eschborn, überwuchert und verlassen
Seefan2012 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Rund zehn Kilometer nordwestlich der Frankfurter Innenstadt, zwischen Eschborn, Schwalbach und Steinbach im Taunus, liegt der Fliegerhorst Eschborn, der bekannteste Militär-Lost-Place im Rhein-Main-Gebiet. Ab 1937 baute die Wehrmacht hier auf 87 Hektar Ackerland einen Fliegerhorst der Luftwaffe mit fünf großen Hangars. Im August 1944 bei einem Luftangriff schwer beschädigt, übernahm im März 1945 die US-Armee das Gelände und betrieb es als „Camp Eschborn" mit Pioniereinheiten bis zum endgültigen Abzug 1992.

Auf dem Gelände wurde ab 1981 das Arboretum Main-Taunus mit rund 600 Baum- und Straucharten angelegt, dessen äußere Wege öffentlich zugänglich sind. Im Inneren steht jedoch noch immer der denkmalgeschützte Hangar 4 mit seiner freitragenden Dachkonstruktion, daneben die Reste zweier weiterer Hangars und verfallener Unterkünfte. Genau dieser Kernbereich ist eingezäunt, teils mit NATO-Stacheldraht, und nicht legal betretbar: Bei Bauarbeiten werden regelmäßig Kampfmittel gefunden, Boden und Grundwasser sind durch jahrzehntelange Treibstofflagerung kontaminiert.

Der Hangar lässt sich von den öffentlichen Wegen des Arboretums aus betrachten, mehr nicht. Reale Gefahren hier: Munitionsreste, kontaminierter Boden, einsturzgefährdete Nebengebäude. Der Fliegerhorst Eschborn bleibt der eindrucksvollste militärische Lost Place der Region, ein Stück NS- und Kalter-Kriegs-Geschichte, das langsam im Wald verschwindet.


2. Altes Polizeipräsidium - das leerstehende Wahrzeichen (Gallus)

Monumentale Fassade des leerstehenden Alten Polizeipräsidiums an der Friedrich-Ebert-Anlage in Frankfurt, mit Hauptportal und Turm
Karsten Ratzke / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

An der Friedrich-Ebert-Anlage am Rand des Gallusviertels, in Sichtweite der Skyline, steht das Alte Polizeipräsidium, einer der eindrucksvollsten Lost Places mitten in der Stadt. Erbaut 1911 bis 1914 in einem Mischstil aus Neobarock und Neoklassizismus, diente der monumentale Bau von 1914 bis 2002 als Hauptquartier der Frankfurter Polizei. Seitdem die Beamten an die Adickesallee umzogen, steht das Gebäude weitgehend leer.

Das Haus ist als Kulturdenkmal geschützt. 2018 verkaufte das Land Hessen das Areal für 212,5 Millionen Euro an den Düsseldorfer Projektentwickler Gerch, der einen 175 Meter hohen Wolkenkratzer samt sanierten Altbau plante. Im August 2023 meldete Gerch Insolvenz an, das Projekt liegt seither auf Eis. Lost-Place-Führungen hinter die Kulissen liefen bis 2024; der Altbau verfiel öffentlich sichtbar, mit Wasserschäden in den leeren Fluren.

Das Präsidium ist Privateigentum, gesichert und für die Revitalisierung vorbereitet; das Gelände ist nicht frei zugänglich. Es ist ein Ort zum Betrachten von der Friedrich-Ebert-Anlage aus, nicht zum Hineinklettern. Das Alte Polizeipräsidium bleibt der zentralste Lost Place Frankfurts, ein wilhelminisches Wahrzeichen, das zwischen Hochhäusern auf seine Zukunft wartet.


3. Sanatorium Dr. Goldschmidt - das jüdische Kurhaus (Bad Homburg)

Das verlassene Taunus-Sanatorium Dr. Goldschmidt in Bad Homburg: leerstehender Putzbau mit rundem Natursteinturm und zugemauerter Eingangsloggia, von Bäumen überwachsen
Spiegelneuronen / Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Oberhalb der Kurstadt Bad Homburg vor der Höhe, an der Unteren Terrassenstraße, steht das Sanatorium Dr. Goldschmidt, ein stiller Zeuge der jüdischen Kurgeschichte des Taunus. 1911 gründete Dr. Siegfried Goldschmidt hier das „Taunus-Sanatorium", das sich vor allem an jüdische Kurgäste richtete; 1928 wurde im Haus sogar eine Synagoge eingeweiht. Im Nationalsozialismus wurde der Betrieb eines jüdischen Sanatoriums unmöglich, der Nachfolger Dr. Joshua O. Leibowitz emigrierte 1937 nach Palästina.

Danach diente das Haus als Reichsbahn-Schule, ab 1947 als Verwaltung der amerikanisch-britischen Bizone und von 1952 bis 1998 als Sitz des Bundesausgleichsamts. Seitdem steht der Gebäudekomplex leer und verfällt. Ende 2016 wurde das Hauptgebäude in die Denkmalschutzliste aufgenommen; ein Investor zog sich später zurück, sodass eine vollständige Sanierung weiter aussteht. Die historische Bausubstanz, ein als „Zeitkapsel" erhaltenes rituelles Bad und die Synagoge im Nebengebäude geben dem Ort seine besondere Bedeutung.

Das Areal ist Privateigentum, eingezäunt und nicht zugänglich, direkt gegenüber dem Kaiserin-Friedrich-Gymnasium. Es gelten die typischen Risiken eines lange leerstehenden Baus: marode Böden, herabfallender Putz, Vandalismusschäden. Das Sanatorium Dr. Goldschmidt ist der bewegendste Lost Place dieser Liste, ein Stück deutsch-jüdischer Geschichte, das auf seine Rettung wartet.


4. Alte Ziegelei - der verfallene Ringofen (Wiesbaden-Bierstadt)

Verfallene Ziegelgewölbe im Hoffmannschen Ringofen der Alten Ziegelei in Wiesbaden-Bierstadt
PM3 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Im Norden von Wiesbaden-Bierstadt, an der Nauroder Straße zwischen Bierstadt und Naurod, liegt die Alte Ziegelei, eine der letzten Industrieruinen der hessischen Landeshauptstadt. Bis in die 1950er Jahre brannte hier die Firma Nath und Oeder Ziegel, eine von einst 26 Ziegeleien Wiesbadens, von denen nur noch drei teilweise erhalten sind. Herzstück ist ein Hoffmannscher Ringofen samt Schornstein, den das Hessische Landesamt für Denkmalpflege als industrie- und stadtgeschichtliches Kulturdenkmal einstufte.

Wegen Einsturzgefahr wurde das gesamte Gelände 2008 aufgegeben und steht seither leer. Das Dach über dem Ringofen ist eingestürzt, der endgültige Verfall wurde nur provisorisch verzögert. Alle Bauten der ehemaligen Ziegelei sind noch vorhanden: Ringofen, Trockenhallen, Transformatorenhaus und Wohnhaus. Der im Wald versteckte Schornstein behauptet sich gegen die hochwachsenden Bäume.

Das Gelände ist eingezäunt und akut einsturzgefährdet: herabfallende Ziegel und schwankende Dachbalken machen das Betreten lebensgefährlich. Am besten betrachtet man die Ruine von außen. Die Alte Ziegelei ist der fotogenste Industrie-Lost-Place im westlichen Rhein-Main-Gebiet, ein viktorianisches Backsteindenkmal, das langsam in den Wald zurückkehrt.


5. Bahnbetriebswerk 1 - das Depot im Gleisfeld (Gallus)

Das verlassene Bahnbetriebswerk 1 Frankfurt im Gleisfeld westlich des Hauptbahnhofs: der lange, mit Graffiti bedeckte Lokschuppen mit abgestellten Loks, von der Camberger Brücke aus gesehen
DB AG / Tina Henze

Mitten im Gleisfeld westlich des Frankfurter Hauptbahnhofs, von der Camberger Brücke aus einsehbar, liegt das Bahnbetriebswerk 1 Frankfurt/Main, ein verlassenes Bahndepot zwischen den aktiven Strecken. 1889 gegründet, war es 119 Jahre lang eines der größten Bahnbetriebswerke der Republik, wo bis zu 150 Beschäftigte Lokomotiven der Baureihen 103, 110, 140 und 143 warteten. 2008 wurde der Standort aufgelöst, die letzte Lok verließ den Lokschuppen.

Seitdem steht die Anlage leer: der große Lokschuppen mit seinen Hebebockanlagen, das Schiebebühnenfeld, die E-Lok-Waschanlage und die alten Außenmauern verfallen langsam zwischen den Gleisen. Das historische Gemäuer ist allerdings zum Abriss vorgesehen: Auf dem Gelände entsteht die Hauptbaustelle des geplanten Fernbahntunnels unter dem Hauptbahnhof. Das Zeitfenster, das Bw als rohe Ruine zu sehen, schließt sich.

Das Bahnbetriebswerk liegt im betrieblichen Gleisfeld der Deutschen Bahn, einem absolut gesperrten und lebensgefährlichen Bereich: Oberleitung, Rangierverkehr, kein legaler Zugang. Man betrachtet es von der Camberger Brücke aus. Das Bw 1 ist der vergänglichste Lost Place dieser Liste, ein Stück Eisenbahngeschichte, das bald der Zukunft des Bahnknotens Frankfurt weicht.


6. Phrix-Cellulosefabrik - das Industriedenkmal am Main (Hattersheim-Okriftel)

Backsteingebäude und Schornstein der ehemaligen Phrix-Cellulose- und Papierfabrik in Hattersheim-Okriftel am Main
Karsten11 / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Am nördlichen Mainufer im Stadtteil Okriftel von Hattersheim am Main, im Main-Taunus-Kreis westlich von Frankfurt, steht die ehemalige Phrix-Cellulose- und Papierfabrik, ein denkmalgeschütztes Industrieareal direkt am Wasser. 1884/85 als Cellulosefabrik gegründet, beschäftigte sie 1961 rund 1.000 Menschen, bevor sie nach der Übernahme durch BASF 1970 stillgelegt wurde. Die markanten Backsteinhallen blieben weitgehend ungenutzte Industrieruine.

Seit 2002 nutzt die PHRIX-Künstlergemeinschaft einen gut erhaltenen Teil der Fabrikruine als Ateliers, daneben siedelten Werkstätten und Büros an. Große Teile des Areals blieben jedoch derelikt. 2016 erwarb die Prinz von Preussen Grundbesitz AG die denkmalgeschützte Anlage und begann, sie unter Erhalt der historischen Bausubstanz behutsam zu einem Wohnquartier umzubauen. Wer die rohe Backsteinruine erleben will, sollte nicht mehr lange warten.

Teile des Geländes sind in Privatbesitz und in Umnutzung, andere noch derelikt; Betreten ohne Erlaubnis ist Hausfriedensbruch, und in den verfallenen Hallen drohen marode Böden und herabstürzende Bauteile. Die Phrix-Fabrik schließt diese Liste mit der Industriegeschichte des Rhein-Mains, einem Backsteindenkmal am Main, das halb gerettet, halb verfallen ist. Weitere Spots findest du auf unserer Urbex-Karte für Hessen.


FAQ - Lost Places in Frankfurt

Ist Urbex in Frankfurt legal?

Gebäude von öffentlichem Grund aus zu betrachten und zu fotografieren ist legal. Das Betreten von Privatgrund ohne Erlaubnis ist Hausfriedensbruch nach § 123 StGB und kann mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden. Die meisten Spots hier sind privat, denkmalgeschützt oder gesperrt: Wir dokumentieren sie für ihre Geschichte, ohne je zum Eindringen zu ermuntern. Mehr dazu in unserem Guide zu den Lost Places in ganz Deutschland.

Wo finde ich weitere verlassene Orte rund um Frankfurt?

Unsere Karte listet tausende Spots in Hessen und im übrigen Deutschland. Du kannst die sechs Orte aus diesem Artikel über den Knopf unter jedem Eintrag gratis zu deiner persönlichen Karte hinzufügen und den Rest über unsere regionalen Pakete freischalten.

Sind diese Lost Places gefährlich?

Ja. Der Fliegerhorst Eschborn hat Munitionsreste und kontaminierten Boden, die Alte Ziegelei droht einzustürzen und lässt Ziegel fallen, das Sanatorium und die Phrix-Fabrik haben marode Böden und Asbest, und das Bahnbetriebswerk liegt im aktiven Gleisfeld mit Oberleitung. Mehrere sind nur von außen zu betrachten. Geh nie allein, nimm eine Stirnlampe mit und betritt keine Struktur, die unsicher wirkt. Unser Urbex-Ausrüstungsguide nennt das Wichtigste.

Welcher Lost Place eignet sich für den Einstieg in Frankfurt?

Der Fliegerhorst Eschborn ist am einfachsten: Der äußere Bereich ist als Arboretum öffentlich begehbar, von dort lässt sich der denkmalgeschützte Hangar 4 gefahrlos betrachten und fotografieren. Das Alte Polizeipräsidium bietet die spektakulärste Stadtkulisse, ist aber nur von der Straße aus zu sehen.

Fazit: Frankfurt, eine Stadt zwischen Garnison und Skyline

Vom US-Hangar in Eschborn über das leerstehende Präsidium bis zur Backsteinfabrik am Main erzählen die Lost Places von Frankfurt und Rhein-Main die Geschichte einer Stadt der Soldaten, Eisenbahner und Industriellen, und der Truppenabzüge, Insolvenzen und Strukturwandel, die diese Bauten zurückließen. Sie sind keine Kulissen, sondern Geschichtsbücher unter freiem Himmel, fragil, mit Respekt und ohne Schäden zu erkunden, mehrere davon bereits zur Sanierung vorgesehen. Füg sie deiner Karte hinzu und mach weiter mit unserem Guide zu den 16 ikonischen Lost Places Deutschlands oder der vollständigen Urbex-Karte für Hessen.

Bereit zum Erkunden?

Entdecke unsere GPS-Koordinaten verlassener Orte weltweit.

GPS-Koordinaten ansehen
Partager :

Commentaires

Chargement…

Laisser un commentaire

Le commentaire sera publié après modération (~24h).